Schmuckdiebstahl in Santander
Ein verräterisches Hinken unter enger Jeans war die einzige Spur zu einer dreiköpfigen Diebesbande, die sich ausgerechnet in der Kathedrale von Santander versteckt hielt.
In Santander häuften sich gezielte Schmuckdiebstähle — sowohl in Privatwohnungen als auch in den gehobenen Geschäften des Sardinero-Viertels. Eine Versicherung beauftragte die Detektei AS, weil sie bewusst Ermittler einsetzen wollte, die den örtlichen Tätern unbekannt waren.
Die einzige Spur: Einer der Täter hatte ein leicht hinkendes Bein, das er beim Gehen geschickt zu kaschieren wusste — sichtbar wurde es nur, wenn er eng anliegende Jeans trug. Da die Diebstähle zeitgleich an unterschiedlichen Orten verübt wurden, gingen unsere Detektive von mehreren Tätern aus und observierten zunächst erfolglos Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen.
Den entscheidenden Hinweis lieferte ein Zufall: Ein Detektiv, der anlässlich seines Namenstags die Kathedrale von Santander besuchte, beobachtete drei Männer in Mönchskutten, die die Sakristei verließen. Bei näherer Prüfung fanden sich dort Spuren eines provisorischen Nachtlagers.
Daraufhin postierten sich fünf Detektive am Kathedraleneingang. Als die drei Männer am nächsten Morgen in ihren Kutten das Gebäude verließen, wurden sie nach kurzem Gerangel festgenommen — und tatsächlich trug einer von ihnen eng anliegende Jeans, unter denen sich das hinkende Bein zeigte.
Die spanische Polizei bestätigte, dass es sich bei allen drei Männern um die gesuchten Schmuckdiebe handelte. Sie hatten die Beute raffiniert in der Kathedrale versteckt gehalten und legten ein umfassendes Geständnis ab. Die Versicherung beglich daraufhin die gesamte Schadenssumme ohne weiteren Einwand.
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