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Fallakte · Ausland

Gefälschtes Bremsmaterial aus Minsk

Rissige Bremsbeläge zum Schnäppchenpreis führten unsere Ermittler von Süddeutschland bis nach Minsk — und deckten eine gefährliche Fälscher-Lieferkette auf.

Ein namhafter Hersteller beauftragte die Detektei AS, nachdem im Umlauf befindliche Bremsbauteile aufgefallen waren, die den Originalprodukten zum Verwechseln ähnlich sahen — verkauft deutschlandweit übers Internet zu auffällig niedrigen Preisen. Auslöser der Ermittlungen war ein Kunde, der an neu gekauften Bremsteilen Risse entdeckt hatte.

Unsere Detektive ermittelten zunächst den Importeur in einer süddeutschen Stadt. Nach einem Gespräch über die strafrechtlichen Konsequenzen seines Handelns räumte dieser ein, die Ware von einem Händler in Minsk zu beziehen.

Die Ermittler reisten daraufhin 17 Stunden mit dem Zug nach Belarus. Der dortige Verkäufer offenbarte, dass das Material ursprünglich aus China stammte und über die Transsibirische Eisenbahn nach Moskau und von dort weiter nach Berlin transportiert wurde.

Der Auftraggeber erhielt eine lückenlose Dokumentation aus Unterlagen, Fotos, Videoaufnahmen und Gesprächsmitschnitten. Der Zoll schloss daraufhin die Lieferroute. Der Importeur musste seine Kundendaten offenlegen, alle Käufer über die fehlende Zulassung der Bremsteile informieren und sämtliche Käufe samt Nebenkosten zurückerstatten.

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