Gefälschte Eintrittskarten an der Alhambra
Immer wieder Chaos am Einlass der Alhambra bei einem deutschen Busunternehmen — die Spur führte zu doppelt ausgestellten Tickets und einem internen Komplizen.
Ein deutsches Busunternehmen brachte regelmäßig Reisegruppen nach Spanien, darunter auch zu Besuchen der Alhambra. Obwohl der Ticketverkauf dort strengen Regeln unterliegt, kam es bei den Gruppen dieses Unternehmens immer wieder zu Chaos und Gedränge am Einlass. Die Verwaltung der Alhambra war zunehmend genervt von Beschwerden anderer Besucher und vermutete Bestechung oder Unregelmäßigkeiten bei der Kartenbeschaffung.
Die Detektei AS wurde mit der Aufklärung beauftragt. Unsere Ermittler sprachen zunächst mit Touristen vor Ort, um herauszufinden, wie diese an ihre Karten gekommen waren — sie hatten sie im Reiseunterlagen-Paket des Busunternehmens erhalten. Parallel dazu führten die Detektive professionelle Gespräche mit der Geschäftsführung des deutschen Unternehmens.
Der zuständige Spanien-Manager des Busunternehmens gestand schließlich, die Eintrittskarten selbst gedruckt zu haben. Die dafür nötigen aktuellen Referenznummern erhielt er von einem entfernten Verwandten, der in der Besucherorganisation der Alhambra beschäftigt war — jedes Ticket existierte dadurch doppelt: einmal von der Alhambra ausgegeben, ein zweites Mal vom Busmanager gedruckt.
Die Aufdeckung hatte zwei fristlose Kündigungen zur Folge — eine beim Busunternehmen, eine bei der Alhambra-Organisation. Ein langwieriger Schriftwechsel folgte, an dessen Ende erhebliche Ausgleichszahlungen des Reiseveranstalters an die Alhambra standen.
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