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Detektei AS · Vorschau

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Fallakte · Privat

Diebstahl zwischen München und Frankfurt

Bei Lieferfahrten zwischen München und Frankfurt verschwinden wiederholt teure Kleidungsstücke — die Observation der Detektei AS überführt einen Fahrer mit eigener Nebentour.

Ein Frankfurter Unternehmen stellte fest, dass bei Lieferfahrten zwischen der Produktionsstätte in München, mehreren Kleiderfabriken und der Zentrale in Frankfurt wiederholt größere Mengen teurer Kleidungsstücke verschwanden. Die Detektei AS wurde beauftragt, den Schwund aufzuklären.

Die Transporte liefen über ein computergestütztes Logistiksystem. Jeder eingesetzte Detektiv erhielt einen eigenen Wagen, um einen Auslieferungswagen unauffällig den ganzen Tag über zu begleiten — von Fabrik zu Fabrik und weiter zu Warenhäusern und Fachgeschäften.

Die Spur führt vom Weg ab

Im Raum Stuttgart verließ einer der beobachteten Lieferwagen unplanmäßig die Autobahn und fuhr zu einer Fabrikhalle in einem abgelegenen Dorf — ein Ziel, das im offiziellen Fahrauftrag nicht vorgesehen war. Der observierende Detektiv dokumentierte fotografisch, wie dort be- und entladen wurde, bevor die Fahrt zur Autobahn zurückführte und weitere, nicht autorisierte Stopps bei zusätzlichen Lieferfabriken folgten. Bei den regulären Ladengeschäften wurden anschließend Warenteile abgeliefert, die nicht auf der Liste des Fahrers standen. Am Ende fehlten mehrere Spitzenmodelle der teuren Kleidung.

Geständnis und Konsequenzen

Der Detektiv notierte alle Stopps und Routen und dokumentierte sie fotografisch. Am nächsten Tag fuhr der Auftraggeber die Strecke gemeinsam mit dem Detektiv nach — und es wurde deutlich: Der Fahrer besuchte eigenmächtig zusätzliche Kleiderfabriken, sammelte dort Ware ein und lieferte sie bei anderen Geschäften ab — praktisch eine private „Zusatztour" parallel zur offiziellen Route.

Bei Befragungen der betroffenen Geschäfte gaben Verkäuferinnen zurückhaltend zu, dass Kleider „irrtümlich" mitgeliefert worden seien, obwohl sie nicht bestellt waren. Die Ermittlungen zeigten: Der Fahrer hatte sein lukratives Nebengeschäft seit längerer Zeit mit seinem regulären Job kombiniert. Er stahl Kleider und verkaufte sie über Kontaktpersonen in mehreren Geschäften unter der Hand weiter — die Hälfte des Erlöses erhielt er in bar.

Das Ergebnis war eindeutig: Der Fahrer wurde fristlos entlassen, eine Strafanzeige erfolgte, und es kam zu einem Arbeitsgerichtsprozess. Zusätzlich musste der ehemalige Mitarbeiter die Detektivkosten tragen.

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