Abrechnungsbetrug in Neu-Isenburg
Ein Wechsel in der Geschäftsführung bringt Spesenabrechnungen unter genaue Beobachtung — ein Außendienstmitarbeiter rechnet seit Jahren zu hohe Fahrtstrecken ab.
Nach einem Wechsel in der Geschäftsführung lässt ein Unternehmen aus Neu-Isenburg seine Finanzen von der Wirtschaftsdetektei AS in Frankfurt umfassend prüfen. Bei der Durchsicht dreijähriger Reisekostenabrechnungen fällt auf, dass ein Außendienstmitarbeiter für identische Strecken durchgehend höhere Kosten abrechnet als seine Kollegen.
Unsere Ermittler begleiten den Mitarbeiter auf seinen Touren durch Bayern (München, Ulm, Augsburg) und in die Schweiz (Basel, Zürich) und dokumentieren über mehrere Tage Route, Fahrzeit und Kundentermine.
Der Abgleich mit den eingereichten Abrechnungen offenbart System: Der Mitarbeiter rechnet längere Streckenvarianten ab, fährt tatsächlich aber die kürzeste Route — auf dem Weg nach Basel etwa berechnet er die Strecke über A35 und A5, fährt jedoch nur die A5. Zusätzlich macht er für die Schweiz-Termine Übernachtungspauschalen (139 €) und Verpflegungsmehraufwand (32 €) geltend, obwohl er jeweils noch am selben Abend nach Hause zurückkehrt.
Mit den Beweisen konfrontiert, streitet der Mitarbeiter zunächst ab, gesteht dann aber und tut die Sache als „Peanuts" ab. Für das Unternehmen ist es ein klarer Vertrauensbruch: Es kündigt fristlos und gewinnt dank der lückenlosen Dokumentation den folgenden Rechtsstreit — trotz der langen Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.
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